Die Haut brennt bei jeder Berührung.. Die Zeit fließt sehr langsam und die Tage werden immer länger.

Aktualisiert: 11. Dez 2017

Man kann nicht getrennt schlafen. Am liebsten würde man jede freie Sekunde zusammen verbringen. Oder noch besser, man könnte den Partner, wie eine Weste anziehen oder ihn sogar in sich hinein stecken und dann die Öffnung, wie ein Reißverschluss versiegeln.

Es fängt alles immer so schön an.. Kribbeln im Bauch, Atemnot beim Kuss..

Die ersten Tage.. der Anfang einer neuen Beziehung.. man möchte gar nicht mehr ohne einander sein.

Alles ist so vertraut und himmlisch..

wie ein Traum. So das man hin und wieder das Gefühl hat, sogar auch das Bedürfnis danach hat, zur realisieren,

zu wissen, das es kein Traum ist. Man reißt die Augen auf, oder man zwickt sich um es zu sehen, um es sich zu bestätigen das es kein Traum ist, sondern das es tatsächlich Wahr ist. Aber was ist, wenn es nicht „er“, sondern ein anderer wäre?

Wäre es dann genauso, wie es jetzt ist?

Oder wäre es anders? Ist es so schön, weil „er“ es ist?

Oder wäre es genauso schön, wenn es ein anderer wäre?

Sind es nur seine Haare, die auf diesem Planeten so schön leuchten

War es nur seine Haut, die so brennend heiß war

Sind es nur seine Augen, die so tief schauten, als würde man sich in ihnen verlieren Sind es nur seine Finger, die fliegen konnten

Ja! Es war nur deshalb so schön, weil ER es war und nicht ein anderer.

Denn nur ER konnte ihr, in dem Moment das geben, was SIE gebraucht hat und kein anderer. Es wird auch kein anderer kommen, bei dem es so schön sein wird, wie bei ihm. Auf gut Glück kommt es auch schon mal vor, das ER in all den Momenten, der Partnerin das geben kann, was SIE braucht und sie dafür kein anderen braucht.

Und das kann ziemlich lange andauern und sogar für die Ewigkeit, ineinander wachsen.. Wenn SIE auch wie er, in all den Momenten, dem Partner das geben kann, was ER braucht. Das ist der Traum aller Menschen.

Egal ob Mann oder Frau, ob Kind oder Erwachsener, jeder träumt von der ewigen Liebe. Aber irgend jemand, hat die Liebe in ein riesige, rosarote Luftblase gesteckt. Daher ist sie auch so weit weg von uns. Die Liebe wird durch die Luftblase von uns gelöst und es fühlt sich meist, weit weg an, so das wir es dauernd zu uns wünschen. Das ist genau das, was wir alle brauchen und es meist bei unseren Partnern suchen.

Wir brauchen die Liebe vom Partner, wir brauchen die Zuneigung, das Interesse.. Und wenn ER oder SIE, uns nicht das geben kann, was wir brauchen, dann suchen wir es bei einem anderen weiter und weiter.. Wir bleiben hin und wieder stehen, weil wir „denken“ die ewige Liebe gefunden zu haben. Und wieder ist es nur so schön weil ER es ist und nicht ein anderer. So lange er das geben kann, was SIE braucht und ER bekommt was er braucht. So bald die Liebe weg ist, die Zuneigung nicht mehr da ist und das Interesse schwächelt, kommt die Beziehung ins schwanken. Die Wellen werden von Tag zu Tag größer und zieht die Beziehung hinein, die Stille wird tiefer und leerer.. Die Liebe zieht sich zurück in seine rosarote Luftblase und löst sich von den Partnern.

Was müsste SEIN, damit diese Luftblase sich nicht von uns löst? Wie können wir es schaffen in dieser rosaroten Luftblase zu bleiben? Oder, was hält uns davon ab, in dieser Blase voller Liebe zu bleiben? Ist da eventuell ein bisschen Ego und Angst mit auf dem Feld der Beziehung, das diese rosarote Luftblase in den Schatten treiben lässt? Das die Liebe natürlich genauso braucht, keine Frage. Die Liebe braucht auch den Schatten, da sie sich sonst unter der prallen Sonne, verbrennen würde.

Denn die Liebe ist wie die Welt. Die Liebe ist die Welt. Wenn die Liebe wiederum zu lange im Schatten bleibt, verbrennt sie zwar nicht aber es erfriert. Manchmal erfrieren wir so viel und sind so lange, wir sind dann so lange ohne Liebe das wir starr werden. Eiskalt, Emotionslos, fast schon verloren kann man sagen, da der Schatten eben auch dunkel ist und einem die Sicht versperrt.

Wir können einfach nicht still halten und schlingen uns immer wieder aus dieser Luftblase raus, in dem wir anfangen zu träumen, die Realität verlieren und es einfach nicht SEIN lassen hier und jetzt zu sein. Wir leben dann in der Zukunft.. Wir träumen davon, wo anders zu sein, wo anders zu leben, etwas anderes zu machen.. manchmal träumt man auch gemeinsam von der Zukunft, von einer gemeinsamen Zukunft. Und das ist der Beginn des Planes, der Plan, das uns aus dieser rosaroten Luftblase heraus bringt. Gemeinsam träumen ist nicht leicht. Ist es denn überhaupt möglich, gemeinsam zu träumen? Ja natürlich ist es möglich, gemeinsam zu träumen, man kann sogar gemeinsam richtig groß zu träumen. Wenn beide das gleiche träumen, gewinnt es mehr Kraft, mehr Energie und mehr Liebe und es wird ein riesiger Traum.. Das aber auch platzen kann, wenn man diesem Traum kein geschützten Raum, zum wachsen gibt. Es braucht Schutz aber auch viel Luft und Freiraum um weitere Träume zu produzieren, denn wir brauchen immer wieder neue Träume um glücklich zu sein, denn träumen macht glücklich, daher träumen wir gerne öfter.

Tja, wenn dann der Partner nicht mitmacht.. Wenn der Partner nicht mehr träumen kann, wenn er immer nur mit der Partnerin träumen soll und auch andersrum.. Wenn sie nicht mehr träumen kann, und auch immer nur mit dem Partner träumen soll.. fehlt es im Feld an „glücklich SEIN“ und die Beziehung kommt ins Ungleichgewicht. Das dazu verdonnert wird, sich von einander zu lösen. Dabei könnte die rosarote Luftblase immer bestehen bleiben, wenn man alles im Gleichgewicht halten könnte, wenn man den Partner auch mal alleine träumen lassen könnte.. Auch wenn man selber nicht in diesem Traum vorkommt, auch wenn er in diesem Traum, ohne dem anderen Partner ist.

Wie der Name ja uns schon sagt.. es sind nur Träume, lasst uns doch einfach alle träumen. Keiner weiß ob diese Träume in Erfüllung gehen werden, ob diese zur „Realität“ werden und ob wir diese Träume erleben werden. Es liegt doch allein in unserer Hand, diese Träume zu verwirklichen. Wenn wir es wirklich, wirklich möchten, dann verfolgen wir diesen Traum und bewegen alles um uns herum mit, um an diesem Traum fest zu halten und darauf hinzuarbeiten. So lange keiner eine Reaktion macht und versucht alles um sich herum in Bewegung zu setzen, damit dieser Traum in Erfüllung geht.. kann man den Denjenigen doch auch einfach nur träumen lassen. Wer weiß denn ob sie wahr werden, ob ER oder SIE wirklich etwas dafür machen werden, um es Real zu machen. Wir verabschieden uns schon bevor unsere Träume wahr werden, nur unter der „Annahme“ das diese Träume mal wahr werden könnten. Warum lässt man den Partner nicht einfach nur träumen und lässt es endlich SEIN, mit dem einsetzen der Grenzen? Wir schauen alle so weit voraus in die Zukunft, das wir das was vor uns ist, nicht sehen können. Wir verschließen die Augen vor dem, was man bereits hat und womit man einfach SEIN kann, einfach glücklich SEIN kann. Wir verschließen die Augen und verlieren uns im Schatten, in dem wir dann nach einer weile erstarren. Weil wir entweder immer nur alleine träumen oder immer nur zusammen träumen.

Jede Beziehung braucht etwas Gleichgewicht, Zuneigung und Interesse. Und es braucht auch die Freiheit.. Jeder sollte die Freiheit haben zu träumen und jeder sollte die Freiheit haben, das zu SEIN wer er/sie ist.

Und jeder sollte die Freiheit haben zu gehen, um seine Träume zu verwirklichen, auch wenn man selber in diesem Traum nicht vorkommt.

Es so sein Lassen, es einfach zu Lassen und auch mal weg Lassen..

Höre niemals auf zu träumen Adamim!